ArcelorMittal Hamburg beim Metallurgischern Stammtisch

Der erste Metallurgische Stammtisch des Wintersemesters 2015 wurde von ArcelorMittal Hamburg ausgetragen. Herr Dr. Marc Hölling und Frau Dipl.-Ing. Kristin Helas referierten zur „Herstellung von Qualitätswalzdraht auf Basis von Eisenschwamm und Schrott“. Dabei gab zuerst Dr.Hölling einen allgemeinen Einblick das Hamburger Stahlwerk und zeigte in einem Überblick über Technologien und Projekte, beispielsweise wie eine Direktreduktionsanlage funktioniert. Hochinteressant war es für die Zuhörerschaft dabei auch die Energieflüsse und benötigten Mengen zu erfahren. Die Hamburger Anlage vom Typ Midrex dient der Herstellung von Eisen aus Erz ohne den Zwischenschritt des Schmelzens und ist die einzige Direktreduktionsanlage in Europa.

Im Anschluss daran stellte Frau Helas, Freiberger Absolventin des Umforminstituts, ihre Arbeit im Drahtwalzwerk vor. Sie erklärte, wie Verfahren auf einander abgestimmt sein müssen um am Ende Qualitätswalzdraht, wie beispielsweise sehr dünn gezogenen Reifendraht, zu erhalten. Dabei stellte Sie einzelne Anlagen im Walzwerk vor und erläuterte verschiedene Forschungsprojekte. Sehr interessant war es, das Zusammenspiel vom Huberherdofen, der Vor- und Mittelstraße, den Drallern und Führungen bis hin zum Windungslegers zu beleuchten. Natürlich wurde auch auf die sich anschließende Qualitätssicherung eingegangen. Somit ergab sich für die Studenten ein informativer Stammtisch, der auf interessante Weise den Verlauf vom Erz zum Draht darstellte.

Brandenburger Elektrostahlwerke beim Metallurgischen Stammtisch

Herr Christian Schwalbe, Leiter der Qualitätsstelle der Brandenburgischen Elektrostahlwerke, stellte uns am 10. Juli 2014 den „Spagat zwischen Klasse und Masse“ vor. Er erklärte die Herstellung von Ziehereigüten bei den Brandenburger Elektrostahlwerken (B.E.S.) und zeigt auf interessante Weise, wie die Anforderungen der Kunden, die Prüfung und Entwicklung auf einander abgestimmt werden. Der Vortrag stieß auf reges Interesse und was sich auch in der anschließenden Fragerunde bemerkbar machte.

Herr Schwalbe von den Brandenburger Elektrostahlwerken beim Metallurgischen Stammtisch

Energietechnik Essen beim Metallurgischen Stammtisch

Am 5. Juni 2014 begrüßten wir Dr. Roman Ritzenhoff von der Energietechnik Essen GmbH in Freiberg. In seinem Vortrag "Die Metallurgie der Druckaufgestickten Stähle" stellte er viele Aspekte der hochlegierten stickstoffhaltigen Stähle vor und zeigte neben sehr interessanten Sonderschmelzverfahren auch deren praktische Anwendung.

Die Energietechnik Essen ist in der Lage durch Elektro-Schlacke-Umschmelzen (ESU) Stähle herzustellen, die sehr hohe Reinheitsgrade in Bezug auf nichtmetallische Einschüsse aufweisen. Weiterhin sind sie in der Lage dieses Verfahren, bei dem eine Elektrode aus Stahl langsam durch ein Schlackebad abgeschmolzen wird, unter bis zu 40 bar Stickstoffüberdruck durchzuführen. Als Leiter des Technologie- und Qualitätswesens zeigte Dr. Ritzenhoff in seinem Vortrag, wie sich die Eigenschaften dabei verändern und welche Einsatzmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Beispielsweise werden aus diesen Sonderstählen Kugellager für die Luft- und Raumfahrtindustrie, Chirurgieinstrumente (Nickelfrei aber nichtmagnetisierbar durch den hohen Stockstoffgehalt) oder Kappenringe mit mehreren Tonnen Gewicht für Turbogeneratoren hergestellt.

 

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt beim Metallurgischen Stammtisch

Passend zur Firmenkontaktmesse ORTE der TU Bergakademie Freiberg hatten wir als Metallurgiestudenten zu Freiberg e.V. zu einem Metallurgischen Stammtisch am Abend des 9. Januar 2014 eingeladen. Frau Dipl.-Ing. Katja Jähnert berichtete uns über ihren Einstieg in ein Stahlwerk und die Anforderungen sowie interessanten Möglichkeiten zur Verwirklichung eigener Ideen. Frau Jähnert hatte ursprünglich ihren Abschluss an der BTU Cottbus gemacht und stieg als Trainee in das Unternehmen in Eisenhüttenstadt ein. Innerhalb von drei Jahre stieg sie nach verschiedenen Projekten zur Verbesserung des Stranggußprozesses zur Leiterin des Gießbetriebes im Konverterstahlwerk auf.

Die Hörerschaft setzte sich aus einer gesunden Mischung an Studenten aller Fachrichtungen der Fakultät 5 zusammen: Stahltechnologie, Gießereiwesen, Umformtechnik, NE-Metallurgie, Werkstofftechnik sowie einigen Studenten der Werkstoffwissenschaft. Besonders hervorzuheben ist das Interesse an Studenten des Grundstudiums, sowie Wirtschaftsingenieuren, am Alltag eines Stranggußingenieurs. Im Anschluss an den Vortrag standen Fr. Jähnert und Frau Behrens, Personalentwicklung AMEh, für Gespräche zur Verfügung.

Benteler AG zu Gast beim Metallurgischen Stammtisch

Am 10. April konnten wir die Benteler AG vertreten durch Herrn Dr. Jozef Balun, Herrn Martin Junker und Herrn Bernd Düsterhaus begrüßen. In geselliger Atmosphäre und vor über vierzig interessierten Studenten stellten Herr Balun und Herr Junker ihre Fachvorträge „Werkstoffkundliche Ansätze bei der Herstellung nahtloser Stahlrohre“ und „Entwicklungsarbeit bei Benteler auf europäischer Ebene zur Herstellung innovativer Stahlrohre“ vor. Zuvor hatte Herr Bernd Düsterhaus, den viele Studenten schon von der Exkursion oder dem ISDM in Krakau kannten, das Unternehmen vorgestellt.

Sehr interessant waren Herr Baluns Ausführungen über die Verbindung von Werkstoffmodellierung, wie sie viele Studenten der Werkstoffwissenschaften und W.-Technologie in den Vorlesungen lernen, mit der praktischen und unkomplizierten Übertragung in die Produktion. So zeigte Herr Dr. Balun anschauliche Zeit-Temperatur-Kurven, die in Verbindung mit REM-Aufnahmen und Phasendiagrammen auch jüngeren Semestern einen guten Überblick über die Werkstoffkunde und deren Möglichkeiten vermittelten.

Im Anschluss daran zeigte Herr Junker, wie die Umsetzung und Mitarbeit im europäischen Forschungsprojekt GRAMAT bei Benteler funktioniert. Das Projekt, welches als Ziel die Herstellung von nahtlosen Bimetallrohren durch Warmumformung hat, wurde sowohl aus technologischer, als auch aus wirtschaftlicher Sicht beleuchtet. Im Anschluss daran  zeigte er am eigenen Beispiel die vielen Möglichkeiten eines Studenten nach dem Abschluss auf. Sehr interessant war das breite Einsatzfeld und die vielen Möglichkeiten eigene Ideen einzubringen.

HKM aus Duisburg beim Stammtisch

Hr. Sebastian Schulte referierte zum Thema "Prozessüberwachung &-steuerung in einem modernen Konverterbetrieb". Der Vortrag gab einen interessanten Einblick in die Produktion und in die Abläufe in einem hochmodernen Stahlherstellungsprozess.  Im Anschluss daran gab Hr. Gunnar Amft Auskunft über Perspektiven im Unternehmen.

 

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