AMAG in Freiberg

Passend zur Sommer-ORTE hatten der Verein Metallurgiestudenten zu Freiberg e.V. und die Austria Metall AG einen besonderen metallurgischen Stammtisch organisiert. Anstelle der üblichen Vortragsräume wurde der Innenhof des Ledeburbaus, Sitz des Instituts für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe und des Instituts für Eisen- und Stahltechnologie, zum Austragungsort umfunktioniert. Mit Bier vom Fass und Stärkung vom Grill genossen wir einen interessanten Vortrag von Frau Valerie Neitzel zum Thema "AMAG - eine glänzende Zukunft".

Zusammen mit Herrn Paul Benischek, Leiter Personal, berichtete Frau Neitzel über die Herstelung von Aluminium und insbesondere über die Herausforderungen in der Herstellung von dünnsten Aluminiumfolien. Hochinteressant waren ihre Ausführungen wie Schichtdicken von 3-9 µm in einem großtechnischen Prozess erzeugt werden. Trotz des durchwachsenen Wetters folgte eine überdurschnittlich große Anzahl an Studenten und einzelnen Professoren den Ausführungen. Herr Benischek stellte im Anschluss daran die interessanten Betätigungsfelder eines Ingenieurs bei AMAG vor. Sehr wissens- und bemerkenswert waren auch die vorgestellten Videos zum Neubau der Produktionsstätten in Ranshofen. Die Größe der Neubauten, welche eine Verdopplung der Produktionskapazitäten ermöglichen, wurden in der Studentenschaft mit staunen verfolgt. Wir danken den Vortragenden für die schönen Vorträge!

Saarstahl beim Stammtisch

Das Saarland liegt zwar ein Stück von Freiberg entfernt, aber Freiberger Absolventen sind überall hoch begehrt! So konnte Herr Dipl.-Ing. Michael Hötzel von der Saarstahl AG aus erster Hand berichten, wie interessant und abwechslungsreich der Berufsalltag ist. Er referierte zum Thema: "Simulation Tundisch und Kokille - Verbesserungen der Prozesssicherheit und der Halbzeugqualität"

Hochinteressant waren auch seine Ausführungen zur Erneuerung der Pfannen im Stahlwerk. Durch den Einsatz modernerer Stahlwerkstoffe war es so möglich, die Pfannen dünnwandiger und somit größer und leichter zu konzipieren. Als Ergebnis konnte die Produktion um mehrere Tonnen pro Abstich erhöht werden bei gleichbleibender Hebelast für die Krane. Wir danken für den interessanten Vortrag!

Pleissner Guss stellen sich vor

Anfang Juli stellten Dipl.-Ing. Robert Loschke und Dr.-Ing. Lukas Petzold von Pleissner Guss ihr Unternehmen vor. Herr Robert Loschke ist seit etwas mehr als ein Jahr im Unternehmen und berichtete zu den Anforderungen im Berufsalltag an einen Absolventen. Herr Lukas Petzold ist seit 2012 im Unternehmen und gab einen Einblick in die vielfältige und abwechslungsreiche Arbeit eines Ingenieurs bei Pleissner Guss.

Der Vortrag zum Thema "Untersuchungen zu Gefüge, Eigenschaften und Herstellbarkeit des hochwarmfesten Stahls CB2 für die Energieerzeugung" fand großes Interesse in der Studentenschaft. Wir danken den Vortragenden für die interessanten Einblicke!

 

„…sonst zieht’s im Flugzeug“ – AMAG stellt sich vor

Die Austria Metall AG (AMAG) war im April 2015 zu Gast in Freiberg. Herr Dipl.-Ing. Peter Schulz, Leiter der Technologie des Walzwerkes, und Herr Paul Benischek, Leiter der Personalabteilung, stellten sich und ihr Unternehmen vor. Herr Schulz zeigte in seinem Vortrag zum Thema „Aluminium für Autos, Marine und Flugzeuge - eine Herausforderung für den Techniker“ wie vielfältig Aluminium eingesetzt wird.

Er ging hierbei auf verschiedene Beispiele ein, welche den Studenten aus der Theorie bekannt waren und führte eindrucksvoll aus, durch welche metallurgischen und umformtechnischen Schritte die Eigenschaften gezielt eingestellt werden können. Als Leiter der Technologie des Walzwerkes ging er hierbei auch auf die einzelnen Schritte der Wärmebehandlung ein und veranschaulichte die Einflüsse von Ausscheidungen durch REM-Aufnahmen.

Hochinteressant war seine Videovorführung einer Reckanlage für Aluminiumbleche und dem Einfluss der Lüderslinien beim Recken der Bleche. Anschließend erklärte er die Notwendigkeit der anwendungsbezogenen Herstellungsarten am Beispiel eines Flugzeuges: „Ohne Aluminium zieht‘s halt im Flugzeug“ was für herzhafte Lacher sorgte. In Anschluss an den interessanten Vortrag beantworteten Herr Schulz und Herr Benischek viele interessante Fragen der zahlreichen Studenten.

Hydro Aluminium beim Stammtisch

Der Verein Metallurgiestudenten zu Freiberg e.V. freute sich sehr, dass wir Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch von  HydroAluminium als Referenten für einen metallurgischen Stammtisch gewinnen konnten. Zusammen mit Herrn Carsten Schütz berichtete er zum Thema "Die metallurgische Prozesskette der Aluminiumproduktion".

Herr Prof. Hirsch, welcher am HydroAluminium Forschungszentrum in Bonn arbeitet, zeigte auf eindruckvolle Weise die Herstellung von Aluminium aus den Primärrohstoffen bis hin zur Anwendung in verschiedenen Bauteilen unseren täglichen Lebens. Herr Carsten Schütz zeigte in Anschluss daran die vielfältigen Jobmöglichkeiten eines Ingenieurs bei HydroAluminium auf. Die große Resonanz in der Studentenschaft zeigte das hohe Interesse an dem Thema. Wir danken beiden Vortragenden für den schönen Abend!

 

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt beim Metallurgischen Stammtisch

Passend zur Firmenkontaktmesse ORTE 2015 der TU Bergakademie Freiberg stellte sich ArcelorMittal Eisenhüttenstadt beim Metallurgischen Stammtisch vor. Herr Dipl.-Ing. Veit Pschebezin sprach über moderne Kohlenstaubeinblasung am Hochofen.

Hochöfen stellen in integrierten Hüttenwerke einen essentiellen Bestandteil dar. Sie liefern das flüssige Roheisen für den Konverterprozess. Umso wichtiger ist daher eine ressourceneffiziente Nutzung bei ständig international schwankenden Rohstoffangeboten und Rohstoffqualitäten. Für ein EU-gefördertes Projekt wurde daher ein Hochofen in Eisenhüttenstadt mit besonderen Brennern ausgestattet. Dieser Hochofen wurde dafür extra in Betrieb genommen und läuft parallel zu den anderen. Über spezielle Einblasmöglichkeiten ist es somit möglich einen Teil des Koksverbrauchs des Hochofens durch kostengünstigere Kohle zu ersetzen.

Herr Pschebezin war bereits 2012 in Freiberg und stellte damals die Anfänge des Projekts vor. Die interessierte Zuhörerschaft aus Studenten, Doktoranden und Mitarbeitern der Universität folgte Herrn Pschebezins Ausführungen gespannt und stellte im Anschluss interessierte Fragen.

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